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Bruno Gafner

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Text «Der Oberhofner» September 2020

Aufgewachsen ist Bruno Gafner in Sigriswil. Nach der neunten Klasse ging es aber nach Zürich. Bruno hatte den Traum Loko­motivführer zu werden. Deshalb absolvierte er bei der BBC die Ausbildung zum Maschinen­schlosser.

Lokomotivführer wurde er nicht, blieb aber in Zürich und lernte Brigitte kennen. Sie arbeitete als Kinderkrankenschwester, was Bruno auf die Idee brachte mehr mit Menschen und weniger mit Maschinen zu arbeiten.

Die Idee wurde nach und nach zur Realität. Mündete am Schluss in eine erfolgreiche Bewerbung als Heimleiter für das neue Alters­heim in Oberhofen, dem heutigen Seniorama. Dem jungen ausge­bildeten Betriebsfachmann und Ergotherapeuten traute man diese Aufgabe zu, umso mehr er zu Beginn der Anstellung die Ausbildung zum Heimleiter absol­vierte. Zu Recht, blieb er doch 10 Jahre bevor er ein neues Kapitel in einem für Heime spezialisierten Software-Büro aufschlug. Seit März 2014 arbeitet er wieder als Heimleiter in der Gutknecht-Stiftung Thun und ist wieder vermehrt im direkten Kontakt mit den Bewohnenden.

Denn Sinn fürs Gemeinwesen haben ihm seine Eltern mitge­geben. Sein Vater war Gemeindeschreiber in Sigriswil und seine Mutter unter anderem Präsidentin des Frauenvereins. Und so ist es nicht verwunderlich, dass er kaum nach Oberhofen gekommen Mitglied bei der Feuerwehr wurde. «Die beste Dorf-Integrations-Organisation» meint Bruno. «Ich habe in der Feuerwehr viele tolle Menschen kennengelernt.» Er rutschte in die Lokalpolitik, wurde Parteisekretär und hatte Einblick in die verschiedensten Gremien. Bruno Gafner gehört – wie Rolf Frutiger auch – zu den Gründungs­mit­gliedern der BDP Oberhofen.

In seiner Freizeit pflegt er seinen Rebberg. Aus sechzig Reb­stöcken lässt er sich zusammen mit anderen Weggefährten von der Rebbaugenossenschaft den eigenen Wein keltern. Bruno ist zudem ein passionierter Läufer. Unzählige Volksläufe hat er bestritten. Volksläufe macht er keine mehr schnürt aber immer noch regelmässig die Lauf­schuhe. «Ich möchte ohne schlechtes Gewissen meinen eigenen Wein geniessen» sagt er lachend, bevor er wieder seine Runde dreht. In Gesprächen mit den Leuten in Oberhofen spürt er immer wieder wie viel Wissen, wie viele Ideen da sind. Es ist sein Wunsch, dass innovative Leute zu Gunsten des Gemeinwohles eingebunden werden.