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Ruhig Blutt anstatt eines Schnellschusses
Der Kanton Luzern braucht dringend eine
gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur.
Wir sagen NEIN zum unsinnigen Tiefbahnhof -
JA zum umsetzbaren Bahndreieck Nord.
Lea Fuchs, alt Vizepräsidentin BDP Kanton Luzern

Tiefbahnhof NEIN

Tiefbahnhof NEIN

Kurz zusammengefasst

Stopp den Wahsinn-NEIN zum Tiefbahnhof

In Luzern entgleiste am frühen Mittwochnachmittag ein Zug. Voraussichtlich werden erst am Montag sämtliche Züge wieder fahren. Durch die Zugentgleisung wurde die Diskussion um den Tiefbahnhof wieder entflammt. Für die BDP Kanton Luzern kommt aber nach wie vor nur das Projekt Bahndreieck Luzern in Frage. Trotz eines Tiefbahnhof würde eine Entgleisung an der selben Stelle ein gleiches Chaos verursachen wie am Mittwoch.

 

Die BDP Kanton Luzern fordert deshalb, dass der Kantons- und der Regierungsrat nochmals über die Bücher gehen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum sich die Luzerner Politik derart auf das mit 2,4 Milliarden astronomisch teure Prestigeobjekt eingeschworen hat und blind und taub für alle Alternativen ist. Selbst der Bund hat mehrmals Bedenken zu diesem Projekt geäussert und es ist fraglich ob es jemals realisiert werden wird. Auch ein tragischer Unfall wird daran nichts ändern. Es ist ausserdem viel zu früh eine Diskussion zu starten wenn die Unfallursache noch nicht einmal klar ist.

 

Eine Alternative, wie es die Gruppe Bahndreieck Luzern Nord anstrebt, muss jedoch intensiver geprüft werden um Kosten zu sparen und gleichzeitig die Verkehrsinfrastruktur im Kanton zu verbessern. Luzern braucht dringend einen Plan B, der umsetzbar, bezahlbar und den Kanton rechtzeitig vor dem drohenden Verkehrskollaps bewahren kann. Für die BDP Kanton Luzern ist eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur zentral, denn diese ist für den Wirtschaftsstandort Luzern elementar. Beim Tiefbahnhof ist neben den astronomischen Kosten, aber auch gerade dieser Nutzen nicht vorhanden, weil der Regionalverkehr (z.B. keine neuen S-Bahn-Stationen, keine 3. Spur bis Fluhmühle, keine Anbindung von Kriens) nicht profitieren wird. Das bedeutet zugleich, dass der Hauptbahnhof im Verkehr ersticken wird. Zudem würde der Tiefbahnhof rund um den Hauptbahnhof zu einer Frequenzsteigerung von 40% - 60% führen, was für die Verkehrssituation den sicheren Todesstoss bedeuten würde, da weder Platz für mehr Busspuren noch für andere Verkehrsteilnehmer vorhanden ist. Finanzpolitisch ist der Tiefbahnhof ebenfalls irrsinnig, in Zeiten wo der Kanton in der Bildung sparen muss und nur rote Zahlen schreibt, können wir uns diesen Luxus schlicht und ergreifend nicht leisten.

Forderungen an die Luzerner Regierung

Die BDP Kanton Luzern fordert folgende Punkte:

  • dass kein Schnellschuss erfolgt trotz des Zugunglücks vom 22.03.2017 bei der zukünftigen Planung des Zugverkehrs.
  • dass die Luzerner Regierung und der Kantonsrat eine kostengünstigere Alternative zum Tiefbahnhof ernsthaft prüfen und sich mit der Alternative des Verein Bahndreieck Luzern Nord auseinandersetzen.
  • dass die Luzerner Regierung und der Kantonsrat sich bemühen, eine umsetzbare Alternative zu finden und der nächsten Generation nicht noch weitere unnötige Schulden aufbürden.
  • dass die Luzerner Regierung und der Kantonsrat eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur als eine der wichtigsten Prioritäten für den Wirtschaftsstandort Luzern sicherstellen.